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Heisse Tage in Phnom Penh

Die Sonne geht auf und eine halbe Stunde später ist es schon drückend heiss. Ich bin in der Landeshauptstadt Phnom Penh angekommen. Auch bin ich am zweiten Tag dem Weihnachtsmann begegnet und habe den wohl eigensinnigsten Weihnachtsbaum in ganz Kambodscha gefunden. Geformt aus Dosen von meinem hiesigen Tiger Beer. Na dann schöne Weihnachten auch zuhause. Die Fotos zeigen den Königspalsast, das Nationalmuseum, den Tempel auf dem Berg nachdem die Stadt ihren Namen hat und den Central Market. Die nächsten Tage geht es dann vor hier aus mit dem Boot weiter. Hier am Zusammenfluss von Tonle Sap und Mekong gibt es Hausboote mit denen man in Richtung Vietnam tuckern kann.

Bericht: Habbibi

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Wünderschönes Battambang

Bin jetzt seit drei Tagen in Battambang. Heute ging es mit dem Tuk Tuk zum originellsten Zug der Welt, dem Bamboo Train. Da zur Zeit kein Zug in Kambodscha mehr fährt haben sich die Einheimischen einfach die Schienen unter den Nagel gerissen und man fährt mit dem selbstgebastelten Bamboo Train. Bei Gegenverkehr wird der Zug einfach von den Schienen gehoben. Danach ging es noch zu einer Familie die seit 12 Jahren Wein produziert. Dort wurde Traubensaft, Rotwein und Brandy probiert. Gekauft habe ich mir Ingwersaft mit Honig. Abschluss war auf einem Berg, der berüchtigt ist, dort haben die Schergen von Pol Pot tausende Menschen bestialisch ermordet. Noch heute sieht man im Tempel die Fleischerhaken an der Decke an denen die Bevölkerung aufgehängt wurde. In zwei Tagen geht es weiter, dann mehr aus Kambodscha.

Bericht: Habbibi

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Angkor Wat

Von Siem Reap aus starten alle Touren zu den Tempelanlagen von Angkor Wat. Ich habe mir ein Fahrrad geliehen und bin bei brüllender Hitze dahin gefahren. Knapp sieben Kilometer sind es dann sieht man die imposante Anlage. Um alles zu besichtigen braucht man sicherlich eine Woche. Doch ich war ja vor zwölf Jahren schonmal da und habe mir nur zwei der Tempel angesehen. Siem Reap hat sich in dieser Zeit total verändert. Damals fast noch verschlafen, reiht sich heute ein Hotel an das andere und jede Menge Restaurants werben um die Touristen die hier in unglaublicher Zahl herumschwirren. Ich selbst war bisher zweimal kambodschanisch essen und es war unglaublich gut. Am ersten Abend gabe es Amok, Hühnchen mit Knoblauch, Ingwer, Zitronengras, Chili und Kurkuma, serviert in grünen Bananenblättern. Gestern gab es Loc Lac, Hühnerfleisch mit viel Zwiebeln und Knoblauch mit Limonenmarinade. Dazu bei der Hitze eiskaltes Bier. Inzwischen bin ich mit dem Bus 5 Stunden gefahren und jetzt in Battambang. Hier gibt es den orgiginellsten Zug der Welt; den Bamboo Train. Dazu mehr die nächsten Tage.

Bericht: Habbibi

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Weihnachtsstimmung in Bangkok

Auch im fernen Asien erinnert vieles an Weihnachten. Hier in Bangkok sind die Weihnachtsbäume aus Kunststoff kein Wunder bei annähernd 30 Grad im Schatten. Gestern ging es mit dem Zug an die Kabodschanische Grenze. 6 Stunden Zugfahrt für gerade mal umgerechnet 1,40 Euro. Übernachtung in einem Hotel das einem das Fürchten lehrt, denn heute in der Nacht haben die Hunde geheult wie die Wölfe in Alaska. Dann der Grenzübertritt. Was habe ich da alles von Abzocke im Internet darüber gelesen. Es hat aber geholfen. Ich habe alle ignoriert, rein ins Büro und das Visum geholt. Der wollte natürlich zusätzlich noch etwas Schmiergeld. Doch ich habe eine Quittung verlangt, dann ging er einfach weg und ich bekam mein Visum zum regülären Preis von 20 US Dollar. Viele haben in einem schäbigen Büro 30 Dollar und mehr bezahlt. Aber das war nicht das regüläre Büro. Der Grenzübergang muss dann zu Fuss erfolgen und erst danach ist man in Kambodscha. Direkt hinter der Grenze hat ein junger Deutscher gewartet, den hatte ich am Tag zuvor schon im Zug kennengelernt. Er stammt aus Berlin, hat jetzt ein halbes Jahr in Neuseeland gearbeitet und macht jetzt Urlaub. Wir haben uns noch schnell einen Engländer geangelt und dann zu dritt mit dem Taxi nach Siem Reap für ganze 40 US Dollar. Die Strecke hatten wir dann nach gut zwei Stunden hinter uns. Morgen geht es zur Anlage von Angkor Wat. Mehr dann in den nächsten Tagen.

Bericht: Habbibi

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Habbibis weite Welt

Sunrise in Bangkok

Der Urlaub hat begonnen. Beim Landeanflug auf Bangkok sieht man doch wieviel Land noch überschwmmt ist. In der Stadt selbst ist fast nichts mehr davon zu merken. Los ging es also mit der Tour. Erst zum Wat Arun und danach zu verschiedenen Tempeln. Wie klein doch die Welt ist, denn gleich am zweiten Tag haben mich Bekannte aus dem Musikantenland entdeckt. Familie Ruth, deren Sohn in Bangkok studieert haben mich angesprochen. Gerne habe ich davon ein Erinnerungsfoto gemacht und hier eingestellt. Selbstverständlich schauen sie auch heute abend ins Fussball-Fenster rein und wollen auch die Fotos sehen. Morgen ist Shopping angesagt und nichtstun. Danach melde ich mich wieder.

Bericht: Habbibi

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Habbibis weite Welt

Seit einiger Zeit ist Dieter "Habbibi" Müller für das Fussball-Fenster auf den Sportplätzen im ganzen Landkreis und auch darüber hinaus unterwegs.

Doch bevor er sich, eher zufällig, auch mit der Sportfotographie befasste, waren Fotourlaube seine große Leidenschaft. Bewaffnet mit einem Rucksack und seiner Kamera bereist er die Welt, und lässt uns in einer lockeren Folge in Form von Erfahrungsberichten mit vielen Bildern daran teil haben.

Von Nord nach Süd durch Vietnam

Reise-Rückblick

In zwanzig Jahren werden Sie eher von den Dingen enttäuscht sein, die Sie nicht getan haben, als von denen, die Sie getan haben. Lichten Sie also die Anker und verlassen Sie den sicheren Hafen. Lassen Sie den Passatwind in die Segel schießen. Erkunden Sie. Träumen Sie. Entdecken Sie.

Mark Twain (1835-1910)

Fast sechs Wochen lang bin ich in diesem Winter quer durch Vietnam gereist. Mit dem Zug und dem Bus habe ich über 3.000 Kilometer hinter mich gebracht in diesem wunderschönen Land. Begleiten Sie mich auf meiner fotografischen Reise von Nord nach Süd. Die Tour beginnt an der chinesischen Grenze in Sa-Pa, geht dann über Bac-Ha nach Hanoi. Von da in die unglaubliche Halong Bucht. Dort habe ich die Weihnachtstage verbracht auf einem Boot. Nächste Station ist die alte Königsstadt Hue, bevor es in den warmen Süden geht über Mui Ne und Saigon ins Mekongdelta. Von den über 7.000 Fotos die ich gemacht habe hier nur eine kleiner Ausschnitt. An meiner nächsten Reise nach Fernost arbeite ich schon, es soll von Bangkok aus über Laos und Kambodscha in den Süden von Vietnam gehen.

Bericht: Habbibi

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Habbibis weite Welt vol. 7

Vietnam wartet schon auf mich

Endlich geht es wieder los. Am 8. Dezember startet mein Flug mit Malaysia Airlines über Kuala Lumpur nach Saigon. Fast sechs Wochen lang werde ich in Vietnam unterwegs sein. Nach der Ankunft im Süden des Landes, bei hochsommerlichen Temperaturen werde ich mich zuerst im Mekong-Delta umsehen und auch hier direkt im Fussball-Fenster mit den ersten Eindrücken melden. Ausgestattet mit Foto und Laptop werden ich immer von meinen Erlebnissen in Vietnam die Fotos und Berichte direkt einstellen. Danach geht es mit dem Wiedervereinigungs-Express auf die 1.700 km lange Reise nach Hanoi. Die Halong-Bucht, die ethnischen Minderheiten im Norden, Sa-Pa und die chinesische Grenze sind die nächsten Stationen. Danach geht es langsam mit dem Bus in Richtung Süden, Station wird gemacht in Hue, der alten Kaiserstadt, in Da-Nang und Hoi-An. Von dort aus begebe ich mich zu einem Höhepunkt meiner Reise, zum Nationalpark Phong Nha-Ke Bang, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Über Nha-Trang, wo ich einige Tage Badeurlaub an einer der schönsten Küstenabschnitte Asiens machen werde, geht es wieder Richtung Ho-Chi-Minh-City, dem früheren Saigon. Die Fotos hier entstanden bei meinem letzten Besuch in Vietnam und zeigen die Ha-Long Bucht, das Straßenleben in Ha-Noi, sowie das Wohnhaus von Ho-Chi-Minh. Die restlichen Fotos entstanden an der Traumküste von Nha-Trang.

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Habbibis weite Welt vol. 6

Cape Breton Island - Die Wurzeln der Neuen Welt

Ich fühle mich wie Giovanni Carboto, der sich später John Carbot nannte, und bin überwältigt von der grandiosen Landschaft. Dieser Teil Kanadas, den man Nova Scotia, Neu-Schottland, nennt, wurde schon früh von Europäern entdeckt. Verärgert wegen der Kolonialerfolge der spanischen Majestäten bei der Erforschung des Seeweges nach Indien, sandte 1497 der englische König, Heinrich VII, einen Landsmann von Christoph Columbus nach Westen. Mit einem winzigen Schiff, der Matthew und gerade mal 18 Mann Besatzung, ging hier John Carbot am 24. Juni 1497 an Land. Es war in der Nähe von Cape North im heutigen Cape Breton Island. Heute erinnert an den Abenteurer nur noch der Cabot Trail, die Rundstrecke durch Cape Breton Island, der durch eine Landschaft führt, die zu den atemberaubendsten Strecken in ganz Nordamerika zählt. Von hier aus kann man mit etwas Glück an der Küste die Atem-Fontänen von Walen beobachten. Adler sind fast immer in der Luft, und überall kreuzen die majestätischen Elche die Fahrbahn. Die Straße windet sich um die felsige Pracht der Nordküste und steigt dann auf zu den beeindruckenden Hochebenen des Cape Breton Highland National Park. Diese außergewöhnliche und wunderschöne Straße ist in die hoch über die glitzernden Wasser des St. Lawrence Golfs aufragenden Felsen eingeschnitzt. Der Nationalpark stellt eines von Kanadas außergewöhnlichsten Wildnisgebieten dar. Die Hochebenen bilden einen farbenreichen Teppich aus Wald, Tundra und Moorlandschaft mit reicher Tierwelt, wo man an seichten Stellen von Flüssen und Seen Elche beim Weiden beobachten kann. Ausgangspunkt für diesen Teil von Nova Scotia ist die alte Hafenstadt Halifx. Es sind nur rund 300 Kilometer über den Trans Canada Highway bis man Port Hastings über eine Brücke erreicht, die die Meerenge der Strait of Canso überspannt. Die Küste hier ist rau, graurote Steilufer wechseln mit weiten Sand- und Geröllbuchten. Ab und zu ein kleines verträumtes Fischerdorf, die aus Holz geflochtenen Fangkörbe für Hummer stapeln sich auf den Molen. Die ständig hungrigen Möwen streiten sich um die Reste des am Morgen angelandeten Fangs. Unzählig sind die Wracks, die vor der Küste liegen. Auch heute ist immer noch die Rede von der Le Chameau, die im Sommer1725 von Frankreich nach Quebec segeln wollte und während einer dunklen Nacht im Sturm und Nebel an der Felsküste zerschellte. Erst 1965 fand man das Wrack, zerborsten zwar, aber mit einer bemerkenswert erhaltenen Ladung. Musketen, Kanonen, Uniformen, Kisten mit Kristallgläsern und dünnes Porzellan aus der königlichen Manufaktur von Sevres. Der kalte Atlantik hatte die Ladung bestens konserviert. Weiter geht die Fahrt nach Baddeck direkt am Bras DÓr Lake gelegen. Es genießt den internationalen Ruf als einer der schönsten Orte Kanadas. Stark verbunden mit dem Erfinder Alexander Graham Bell, welcher lange Zeit hier lebte und viele seiner Erfindungen hier entwarf. Baddeck ist ein Touristenzentrum mit allen erdenklichen Erholungsmöglichkeiten und bietet sich als Ausgangspunkt um den Cabot Trail an. In nördlicher Richtung liegt der Margaree River der unter den Lachsfischern weltbekannt ist, als einer der besten Lachsflüsse Nordamerikas. Die Geschichte des Flusses mit allem Drum und Dran kann man im Margaree Salmen Museum in North-East-Margaree erfahren. Ein Höhepunkt ist aber sicherlich die alte französische Festung Louisbourg, nicht weit von Sydney entfernt, direkt am Meer. Hier haben die Franzosen am längsten dem englischen Druck wiederstanden. Die wehrhafte Anlage mit dem Chateau Saint Louis war um 1740 das größte und eindruckvollste Gebäude der neuen Welt und ein Zentrum französischer Lebensart. Heute ist die Festung einbezogen in einen weitläufigen Park, die alten Anlagen und Gebäude wurden zu einem großen Teil wieder sorgfältig restauriert. In den Sommermonaten erlebt der Besucher hier ein historisches Spektakel in alten Kostümen und Uniformröcken. Kanonen donnern, Dudelsäcke ertönen und Soldaten marschieren vorbei und alles lässt einen am geschäftigen Alltagsleben des Jahres 1745 teilnehmen. Die Straßen sind bevölkert mit Waschfrauen, Adligen, Händlern und Soldaten. Hier an der Stelle wo viele europäische Siedler die neue Welt zum ersten mal betraten ist die Vergangenheit untrennbar mit der Gegenwart verknüpft.

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Habbibis weite Welt vol. 5

Kanadas Westen

Eine Gruppe der Realschule plus aus Altenglan nimmt im Moment an einem internationalen Schüleraustausch in Kanada teil. Mehrfach haben wir darüber in dieser Woche berichtet. Damit auch die daheim gebliebenen einen Eindruck von diesem grandiosen Land bekommen, hier ein Reisebericht von Habbibi, der vor einigen Jahren in Britisch-Kolumbien, Alberta und Nova Scotia unterwegs war.

Kanadas Westen
Das Abenteuer steht bei den Reisewünschen der Deutschen ziemlich weit vorn. Aber viele abenteuerliche Reiseländer gibt es nicht mehr auf unserer Erde, denn die Zivilisation frisst sich unaufhaltsam in die unberührte Natur weiter. Im Westen von Kanada, in Britisch-Kolumbien, werden viele dieser unerfüllten Sehnsüchte gestillt. Reißende Flüsse und wildgezackte Berge, die Rocky Mountains, Buschzone und Prärie bringen den Abenteurer ins Schwärmen. Felsengebirge – so heißen die Rocky Mountains auf deutsch. In Form eines Halbmondes ragt das Bergmassiv in den westlichen Teil des nordamerikanischen Kontinents hinein. Kanada, das Lands zwischen den Ozeanen ist flächenmäßig fast so groß wie ganz Europa, doch weitaus dünner besiedelt. Seine tiefen Wälder und urtümlichen Gebirge wecken auch heute die Träume von Abenteurern und Entdeckern. Gerade im dicht besiedelten Europa haben viele Menschen Kanada zu ihrem Traumland erkoren. Britisch-Kolumbien, die westlichste Provinz Kanadas, grenzt an vier Bundesstaaten der Vereinigten Staaten. In ihrer Lebensart sind die Bewohner von Britisch-Kolumbien von einem Bundesstaat der USA beeinflußt, der aber viel weiter südlich liegt: Kalifornien. In kaum einer anderen kanadischen Provinz sind die Menschen so tolerant und lebenslustig wie hier im äußersten Westen Kanadas. Ein Grund für die Zufriedenheit ist sicher die einmalig schöne Landschaft Britisch-Kolumbiens. Fjordartige Buchten wechseln sich mit Sandstränden und Urwäldern ab, dichte Nadelwälder überziehen die Höhen im Landesinneren. Hier existiert eine reiche Tier- und Pflanzenwelt, die sogar im dünn besiedelten Kanada eine Besonderheit darstellt: Millionen Lachse kommen zum Laichen in die Flüsse an der Pazifikküste, und die dichten Wälder werden von Schwarzbären, Grizzlys und Elchen durchstreift. Das milde Klima und die Naturschönheiten haben Britisch-Kolumbien zu einem Touristenmagneten ersten Ranges gemacht. Eine der schönsten Schiffsreisen kann man ebenfalls in Kanada durchführen. 15 Stunden schippert das Fährschiff von Port Hardy auf Vancouver Island durch die raue Fjordwelt 500 km nach Nordwesten nach Prince Rupert. Das Labyrinth von Inseln und Buchten war vor etwa 100 Jahren der geschützte Seeweg der Goldgräber nach Alaska. Urwaldhafte dichte Vegetation, sowie das gebirgige Terrain machen eine Landverbindung hier bis heute unmöglich. In den Gewässern wimmelt es von Fischen. Seelöwen und sogar Kollerwale sind häufig zu beobachten. Die noch vor 12.000 Jahren völlig vergletscherte Küste zeigt eine wilde Schönheit, die jeden Besucher beeindruckt. Einsame Leuchttürme blinken von den Kaps, und manchmal sieht man am Ufer die Reste alter Holzfällercamps.
Als Kapitän Georg Vancouver 1792 die Strait of Georgia durchkreuzte und die Burrard-Bucht erforschte, sah er auf der gegenüberliegenden Landzunge nichts als einen riesigen Tannenwald. Holzfäller waren deshalb die ersten, die hier siedelten und 1865 auf der Südseite der Bucht ein Sägewerk errichteten. Zwei Jahre später entstand dort eine kleine Siedlung mit dem Namen Granville. Als die Canadian Pacific Railway Granville zur Endstation der ersten transkanadischen Eisenbahnlinie machte, wurde der Ort überregional bekannt. Von nun erlebte das Städtchen Grainville, das 1886 offiziell auf den Namen Vancouver getauft wurde, einen rasanten Aufstieg. Das Vancouver von heute gibt sich kosmopolitisch, vor allem in Chinatown. Vancouver ist eine Stadt mit viel Lebensqualität und außerdem eine der schönsten Städte der Welt.
In der nächsten Woche entführe ich dann die Leser in den Osten Kanadas mit einem Bericht über Nova-Scotia.

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Habbibis weite Welt vol. 4

Nepal und Indien

Zu meinem Nepaltrip bin ich mehr zufällig gekommen. Ich wollte schon immer mal in den Himalaya nur dachte ich, das klappt ja eh nie. Dann hörte ich einen Arbeitskollegen im Finanzamt Kaiserslautern in der Kantine von einer Tour nach Nepal sprechen. Udo aus Winnweiler, der schon mehrere Touren in Nepal geführt hatte, sollte der Begleiter sein. Innerhalb weniger Tage waren wir 5 Personen die sich entschlossen hatten nach Nepal aufzubrechen. Also ging es los nach Kathmandu. Überwältigt von den Farben und dem Dreck überall hatte ich meinen ersten Kulturschock. Doch Udo kannte den Bürgermeister von Dhunche, einem kleinen Ort an der Grenze zu Tibet, also machten wir uns mit einem Jeep auf in den Norden. Von dort aus ging es fünf Tage lang zu Fußs ins Langtang Tal. Höhepunkt war mein Rekord in Kyanjin Gomba auf 3870 Metern. Vorn dort aus hatte man einen unglaublichen Blick auf den Langtang Lirung. Dies ist der höchste Berg der Region mit 7227 Meter. Während meine Kumpels mit den Trägern weiter über einen Gletscher und Pass marschierten, begab ich mich mit meinem Guide alleine zurück nach Syabru. Von dort aus dann 2 Tage lang mit dem Bus zurück nach Kathmandu. Eine Woche lang war ich dann alleine im Kathmandu Tal unterwegs um Fotos zu machen. Erst danach trafen die anderen von ihrer Trekkingtour wieder ein. Mir hatte es so gut in Nepal gefallen, dass ich bereits 6 Monate später ein zweites Mal ganz alleine in dieses Wunderland geflogen bin und drei herrliche Wochen verbrachte. Bereits ein Jahr später machte ich mich auf in den Norden von Indien. Schon immer wollte ich den Taj Mahal und die Wüste Thar sehen. Vier Wochen lang bin ich mit Zug, Bus und Flugzeug durch Rajhasthan gereist. Orte wie Jodhphur, Jaipur oder Udaipur hatten auf mich eine magische Anziehungskraft. Unvergesslich bleibt mir der Ort Ajmer. Bei der Einweihung eines Tempels war auch die Gattin des ermordeten ehemaligen Ministerpräsidenten Sonja Gandhi anwesend, deren Wagenkolonne direkt vor mir stoppte. Da aber tausende Pilger auf den Straßen unterwegs waren, war es in dem daraufhin entstehenden Gedränge völlig unmöglich ein Foto zu machen. Mit dem Bus bin ich dann tagelang unterwegs gewesen um endlich in Benares die Pilger am Ganges zu sehen. Übrigens in Agra am Taj Mahal war ich auch noch. Aber dazu mehr ein andermal, denn dort habe ich weit über 500 Fotos gemacht.

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Habbibis weite Welt vol. 3

Seit über 60 Jahren lockt die Mirabelle

La fête de la Mirabelle souffle ses 60 bougies

In den beiden ersten Folgen habe ich von meinen Reisen nach Mali, Kambodscha und Vietnam berichtet. Heut geht es zu unserem Nachbarn Frankreich.
Viele Jahre war ich im Urlaub in Frankreich unterwegs, hauptsächlich in der Provence und an der Loire. Faszinierend an diesem Land ist das gute Essen, der französische Wein und die vielen Sehenswürdigkeiten. Wenn man an der Loire unterwegs ist denkt man an Sancerre und ganz in der Nähe von Kusels Partnerstadt Toucy liegt Chablis, ein Name der auf der Zunge vergeht. Mit Freunden war ich vor einiger Zeit auf dem Canal latéral à la Loire unterwegs. Bei Briare führt eine Brücke des Kanals über die Loire, der Ausblick dabei ist atemberaubend. Bei einer weiteren Bootstour waren wir im Süden auf dem Canal du Rhône à Sète unterwegs, eine Bootstour die durch Teile der Camargue führt und am Mittelmeer endet. Aber erst vor zwei Jahren wurde ich auf ein ganz besonderes Spektakel unseres Nachbarlandes aufmerksam. Lothringen ist das größte zusammenhänge Mirabellenanbaugebiet der Welt. Zu Ehren der Frucht findet dort jedes Jahr am letzten Augustwochenende das Mirabellenfest in Metz statt. In diesem Jahr vom 27. August bis 29. August.
Ein großer Gourmetmarkt, ein bunter Blumenumzug, Straßenkünstler, Konzerte und vieles mehr erwarten die Besucher beim Mirabellenfest in Metz. Auftakt für drei Feststage im Zeichen der goldenen Frucht ist die feierliche Wahl der Mirabellenkönigin.
Als Höhepunkt zieht am Sonntagnachmittag ein großer Umzug mit blumengeschmückten Wagen durch die Straßen der Stadt. Auf seinem Weg zur Place de la Comédie begleiten ihn Straßenkünstler, Poeten, Tänzer und Musiker mit verrückten Einfällen und Überraschungen. Auch die frisch gekrönte Mirabellenkönigin und ihre Hofdamen sind zu bewundern.
Das Mirabellenfest lockt seit über 60 Jahren tausende Besucher an und stellt zugleich den krönenden Abschluss aller im Laufe des Sommers organisierten Veranstaltungen dar.

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Habbibis weite Welt vol. 2

Kambodscha und Vietnam

Wenn es bei uns Winter wird, ist die beste Zeit um Urlaub in Asien zu machen. Dann sind die Temperaturen mit 30 Grad Celsius angenehm und es gibt kaum Regen. Im Gegensatz zu meinem Abenteuerurlaub in Mali war die fünfwöchige Reise durch Kambodscha und Vietnam ein Glücksgriff. Angkor Wat diese Tempelanlage der Khmer im Dschungel wollte ich schon immer sehen. Also flog ich von Bangkok aus nach Siem Reap und war dann eine Woche mit dem Mountain Bike in der weitläufigen Tempelanlage unterwegs. Von dort aus ging es in mein Traumland Vietnam. Fast so groß wie Deutschland mit über 80 Millionen Einwohnern besitzt dieses Land eine über 3.000 km lange Küste. Kein Wunder dass Meeresfrüchte und Fisch fast täglich auf dem Speiseplan standen. Die vietnamesiche Küche unterscheidet sich total von der übrigen asiatischen Küche, mit Einflüssen der früheren französischen Kalonialherren und ist überaus schmackhaft. In Da-Lat gab es dazu auch noch einen vorzüglichen vietnamesischen Rotwein. Ein Abstecher an die chinesiche Grenze na Sa-Pa, wo viele ethnische Minderheiten leben, rundete den Urlaub ab. An Weihnachten feierte ich dann zusammen mit vielen anderen Rucksacktouristen in Nha-Thrang bei über 30 Grand abends am Meer.

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Habbibis weite Welt vol. 1

Abenteuerurlaub in Mali

Eigentlich wollte ich ja nach Mali reisen um endlich einmal Timbuktu zu sehen. Die Reise sollte von Bamako der Hauptstadt Malis aus mit dem Bus und von Mopti aus mit dem Schiff nach Timbuktu gehen. Aber ich hatte die Rechnung ohne den Wirt, sprich ohne die Mentalität der Einwohner von Mali gemacht. Bei der Ankunft auf dem Airport von Mali lernte ich zuerst mitten im Dezember, nachts kurz vor 24 Uhr die afrikanische Hitze kennen, bei 30 Grad Celsius. Geld wechseln im 4 Sterne Hotel war erstmal nicht möglich, also musste ich mit dem Taxi, einem uralten Mercedes, ohne Seitenscheiben und Türgriffen in die Stadt fahren. Die ganze Fahrt über musste ich die Tür zuhalten, da nicht mal ein Schloss vorhanden war. Einige Tage und Erfahrungen weiter ging es dann stundenlang in einem völlig überfüllten Bus mit den Einheimischen in Richtung Djenné. Bis dahin hatte ich nicht gewusst wie laut man eigentlich Musik hören kann. Ununterbrochen total übersteuert plärrten die Lautsprecher im Linienbus. In Djenné angekommen war ich überwältigt, denn dort befindet sich die größte Lehmmoschee der Welt und dies war sicherlich einer der Höhepunkte meiner Reise. Im besten Hotel der Stadt hatte ich mich über Weihnachten einquartiert, war der einzige Gast und hatte ein Loch zur Verfügung das sich Zimmer nannte aber immerhin über 50 Euro kostete ohne Frühstück. Dafür leisteten mir einige Geckos Gesellschaft nachts. Meine Reise ging weiter über Segou nach Mopti, wo ich einige Tage blieb und mit dem traditionellen Einbaum mehrmals auf dem Niger unterwegs war. Ganz alleine vier Wochen lang in Mali unterwegs, bekam ich meine Grenzen gezeigt, da das Thermometer die ersten drei Wochen täglich die 40 Grad Marke anpeilte. Von Mopti aus machte ich mich auf die Rückreise nach Bamako, denn eine normale Busfahrkarte zu organisieren oder Geld auf der Bank abzuheben war fast unmöglich und dauerte Stunden. Wenn Mali etwas hat das wir nicht haben, dann ist es Zeit. Trotzdem war es ein richtiger Abenteuerurlaub bei dem ich unglaubliche Fotos machen konnte.

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